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Death Valley Nationalpark


Death Valley - Badwater

Badwater im Death Valley Nationalpark - der tiefste Punkt der Vereinigten Staaten

Kurzinfo

Bundesstaat: Kalifornien
Höhe: 86 Meter u.M. bei Badwater bis 3.386 ü.M. auf dem Gipfel des Telescope Peak
Lage: an der Grenze zwischen Nevada und Kalifornien

Death Valley gehört zu den faszinierendsten Nationalparks in den USA. Ein riesiges langgestrecktes Tal, ausgedörrt von der brennenden Sonne, verwinkelte Canyons aus glattpoliertem Marmor, bizarre Steinskulpturen aus schwarzer Lava, ein in allen Regenbogenfarben schillernder Salzsee, bunt gestreifte Felsen, Sanddünen, ein erloschener Vulkankrater, mächtige, schneebedeckte Bergketten - das sind nur einige der vielen landschaftlichen Attraktionen und Naturwunder, die dieser ungewöhnliche Park zu bieten hat. Daneben ist Death Valley auch ein Tal der Extreme. Badwater im Süden des Parks liegt 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels und ist damit der tiefste Punkt der Vereinigten Staaten. In der flirrenden Hitze des Hochsommers werden hier am Talboden Tagestemperaturen von 48 °C und mehr erreicht, Bodentemperaturen über 93 °C sind keine Seltenheit.


Death Valley

Der Highway 190 durchquert den Death Valley Nationalpark


Sehenswürdigkeiten im Südteil des Death Valley (Hwy 178)

Badwater
Lage: 26 km südlich von Furnace Creek am Hwy 178
Tiefster Punkt der Vereinigten Staaten 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels. In der Senke sammelt sich Regenwasser, das nach und nach wieder verdunstet und einen flachen Salzsee bildet. Die in allen Regenbogenfarben schimmernde Wasseroberfläche stammt von verschiedenfarbigen Mineralien. Im Hochsommer ist der flache See weitgehend ausgetrocknet.

Natural Bridge Canyon Trail
Trailhead: zwischen Devils Golf Course und Badwater zweigt vom Hwy 178 eine raue, 1,5 Meilen lange Dirt Road ab, die nach 1,5 Meilen an einem großen Parkplatz endet (Achtung: viele tiefe Schlaglöcher und Steine!).
Distanz: 1 Meile one-way
Vom Parkplatz folgt man dem mit Kieseln übersäten ausgetrockneten Bachbett des zunächst relativ breiten Canyons. Sehenswert auf diesem ersten Teil des Weges sind die schmalen und sehr hohen Dryfalls, die wie kleine Kathedralen rechts und links aus den lehmhaltigen Felswänden ausgewaschen wurden und erdgeschichtlich älter sind als die Dryfalls innerhalb des Hauptcanyons.

Bereits nach 15 Minuten (oder ½ Meile) erreicht man die Natural Bridge, eine mehrere Meter dicke, mächtige Steinbrücke aus lehmhaltigem, nicht besonders stabilem Konglomerat, die den gesamten Canyon überspannt. Obwohl dies der wohl spektakulärste Punkt der Wanderung ist, sollte man hier noch nicht umkehren, denn hinter der Natural Bridge wartet noch ein besonders schöner Abschnitt des Canyons mit schimmernden, graugrünen Felsen, schönen Dryfall-Passagen und einem großen Chockstone, unter dem man hindurchgehen kann. Der Weg endet an einem breiten, fast 10 Meter hohen Dryfall. Bestes Fotolicht hat man im Natural Bridge Canyon am späten Nachmittag.

Devils Golf Course
Lage: 18 km südlich von Furnace Creek am Hwy 178
Ein weites Feld hoch aufgeworfener, salzverkrusteter Erdschollen, die an scharfkantiges, brüchiges Lavagestein erinnern und bei jedem Schritt unter den Füßen knirschen. Diese bizarre Landschaft ist durchsetzt mit vielen kreisrunden Löchern, entstanden durch unterirdische Gase, die gelegentlich unter hohem Druck an die Oberfläche entweichen.


Death Valley

Devil's Golf Course im Süden des Death Valley


Artist's Drive
Lage: 15 km südlich von Furnace Creek am Hwy 178, max. Fahrzeuglänge 25 Fuß
Die 9 Meilen lange und stellenweise sehr schmale Nebenstrecke, die parallel zum Highway 178 one-way von Süden nach Norden führt, schlängelt sich in vielen Windungen und Kurven mit ständigem Auf und Ab durch eine hügelige Canyonlandschaft aus grünen, braunen, ockerfarbenen und rosa Sandsteinfelsen, deren Farben im warmen Licht der untergehenden Sonne besonders intensiv zur Geltung kommen. Für die Rundfahrt benötigt man etwa eine halbe Stunde.


Death Valley

Eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten des Death Valley ist der farbenprächtige Artist's Drive


Mushroom Rock
Lage: am Hwy 178 nördlich der Abzweigung zum Artist's Drive
Der Mushroom Rock ist ein ungewöhnlich geformter, mehrere Meter großer Felsblock aus schwarzem Basalt direkt am Straßenrand. Für die ungewöhnliche Form gibt es zwei unterschiedliche Erklärungsmodelle: Erosion durch Regen und Wind bzw. durch salzhaltiges Grundwasser in der Zeit, als sich der Felsen noch unter der Erdoberfläche befand.

Desolation Canyon Trail
Trailhead: am Ende der linken Abzweigung der Desolation Canyon Road, die unmarkiert zwischen dem Ende des Artists Drive und dem Golden Canyon, etwa 3,7 Meilen südlich von Furnace Creek vom Hwy 190 abzweigt
Distanz: 1 Meile one-way
Vom Ende der Zufahrtsstraße folgt man einem ausgewaschenen Flussbett Richtung Süden. Der schmale Canyon führt mäßig bergauf und durchquert dabei eine aus vielen Felsriffen bestehende Landschaft farbiger Badlands. An den Abzweigungen stets rechts halten.

Golden Canyon Trail
Trailhead: am Hwy 178, 4 km südlich von Furnace Creek
Höhenunterschied: 90 Meter
Distanz: 1 Meile one-way
Der Interpretive Trail folgt dem von hohen Canyonwänden malerisch eingerahmten Flussbett ohne nennenswerte Steigung bis zur Red Cathedral, einem von roten Felssäulen umgebenen natürlichen Amphitheater. Besonders spektakulär ist die Wanderung gegen Abend, wenn die hohen Felswände auf beiden Seiten des Weges in kräftig leuchtenden Goldtönen erstrahlen.


Golden Canyon Death Valley

Gegen Abend macht der Golden Canyon seinem Namen alle Ehre


Zahlreiche Seitencanyons bieten unterwegs immer wieder Gelegenheit für interessante Abstecher. Wer die Wanderung etwas verlängern möchte, folgt vom Ende des Interpretive Trail (Stop 10) dem steilen Pfad hinauf zum Zabriskie Point. Unterwegs bieten sich immer wieder phantastische Blicke zurück auf die bizarre Felslandschaft und die weiten Ebenen des Death Valley (4 km one-way ab Trailhead, Steigung insgesamt 290 Meter).


Golden Canyon Death Valley

Erkundung eines Seitencanyons


Eine Alternative für den Rückweg vom Zabriskie Point zum Trailhead ist der durch einige Kraxelpartien etwas anspruchvollere Weg durch die Gower Gulch. Vom Ende dieser Schlucht führt ein Pfad am Fuße der Felsen entlang Richtung Norden zurück zum Parkplatz.


Zabriskie Point Death Valley

Rückkehr vom Zabriskie Point - Death Valley


Furnace Creek
Lage: unmittelbar nördlich der Kreuzung von Hwy 178 und Hwy 190
Das in einem alten Blockhaus untergebrachte Furnace Creek Ranch Borax Museum zeigt Mineralien, Werkzeuge und Geräte aus der Boomzeit des Borax-Abbaus im Death Valley. Besonders sehenswert ist die Ausstellung auf dem Freigelände mit mehreren alten Kutschen und einer schwarzen Diesellok, mit der bis ins Jahr 1928 das im Tal abgebaute Borax nach Death Valley Junction befördert wurde. Öffnungszeiten: Museum täglich 8-14.30 Uhr, Visitor Center 8-18 Uhr (im Winter 8-17 Uhr).

Zum Gebiet rund um Furnace Creek im Zentrum des Parks gehören neben dem Visitor Center und dem Museum auch mehrere Campingplätze sowie die rustikale Furnace Creek Ranch mit Swimmingpool, Restaurant, Reitstall, kleinem Souvenir- und Lebensmittelladen, öffentlichen Telefonzellen, Post Office und Tankstelle (hier ist das Benzin übrigens billiger als bei Panamint Springs). 3 km nördlich von Furnace Creek führt ein kurzer Interpretive Trail durch das Ruinengelände der Harmony Borax Works.

Keane Wonder Mill & Mine
Lage: 33 km nordöstlich von Furnace Creek am Rand der Funeral Mountains
Überreste einer alten Goldmine, die im Jahr 1903 von dem Iren Jack Keane und seinem Partner Domingo Echarren entdeckt wurde. Während der Hauptabbauphase in den Jahren 1907 bis 1911 erbrachte die Mine Gold im Wert von umgerechnet etwa 650.000 Dollar. Interessant ist vor allem die recht gut erhaltene, anderthalb Kilometer lange Seilbahn mit ihren 13 Holzmasten, über die im Laufe der Jahre riesige Mengen abgebauten Erzes zu Tal befördert wurden. Man erreicht die Keane Wonder Mill über eine gut befahrbare 3 Meilen lange Gravel Road. Von der Keane Wonder Mill Parking Area führt dann ein steiler Fußweg von einer Meile one-way hinauf zum ehemaligen Mineneingang (600 Meter Höhenunterschied!).


Dirt Road Death Valley

Dirt Road im Death Valley


Salt Creek Interpretive Trail
Trailhead: 13,5 Meilen nördlich von Furnace Creek führt eine ungeteerte, auch für PKW gut befahrbare Stichstraße von einer Meile zur Salt Creek Parking Area
Distanz: Rundweg von ½ Meile
Vom Parkplatz führt ein auch für Rollstuhlfahrer geeigneter Holzplankenweg mit vielen interessanten Schautafeln durch ein schönes Feuchtgebiet entlang dem Salt Creek, dessen Salzgehalt etwa dem der Ozeane entspricht. Etwa ab Mitte März kann man hier auch den kleinen Salt Creek Pupfish beobachten, eine nur in diesem Bach vorkommende Fischart, die sich perfekt an diesen ungewöhnlichen Lebensraum angepasst hat. Beste Zeit für eine Wanderung entlang dem Salt Creek ist das Frühjahr. Im Hochsommer ist der untere Abschnitt des Bachs weitgehend ausgetrocknet.


Salt Creek Interpretive Trail Death Valley

Salt Creek Interpretive Trail

Salt Creek Death Valley

Im Frühjahr kann man im Salt Creek den seltenen Pupfish beobachten


Sehenswürdigkeiten Richtung Südosten (Death Valley Junction)

Zabriskie Point
Lage: 7 km südwestlich von Furnace Creek am Hwy 190
Aussichtspunkt auf eine geschwungene Kette farbiger Sandsteinhügel etwas oberhalb des Tals vor der beeindruckenden Silhouette der Panamint Mountains. Besonders schön kurz nach Sonnenaufgang.


Zabriskie Point Death Valley

Ausblick vom Zabriskie Point


Twenty Mule Team Canyon
Lage: Abstecher vom Hwy 190, Zufahrt 600 Meter südöstlich des Zabriskie Point
Entlang der 5km langen Sandpiste (one-way-Road von Norden nach Süden) passiert man zahlreiche verlassene Minengebäude aus der Zeit des Boraxabbaus. Der Name des Canyons erinnert an die Maultiergespanne, mit denen das Borax früher aus dem Tal abtransportiert wurde.

Dante's View
Lage: 37 km südwestlich von Furnace Creek am Ende der Stichstraße, die vom Hwy 190 nach Süden führt
Von dem 1.667 Meter hoch gelegenen Aussichtpunkt bietet sich kurz nach Sonnenaufgang ein phantastischer Blick auf das langgestreckte, von schimmernden weißen Salzflächen überzogene Tal und auf die gegenüberliegende Gebirgskette der Panamint Mountains mit dem bis weit ins Frühjahr schneebedeckten Gipfel des Telescope Peak. Wer früh unterwegs ist, sollte unbedingt ein Jacke mitnehmen. Hier oben ist es in den Morgenstunden empfindlich kalt. Dazu weht meist noch ein frischer, kühler Wind. Für die Fahrt von Furnace Creek bis zum Aussichtspunkt Dante's View benötigt man ungefähr eine halbe Stunde.


Dante's View Death Valley

Von Dante's View bietet sich ein Fernblick über das ganze Death Valley


Sehenswürdigkeiten im Westteil des Death Valley (Hwy 190)

Devil's Cornfield
Lage: östlich von Stovepipe Wells
Durch den an dieser Stelle geringeren Salzgehalt des Bodens gedeihen hier in den flachen Becken rechts und links der Straße große Büschel von struppigem Arrowweed, aus dem die Indianer früher Pfeile herstellten.

Mesquite Flats Sand Dunes
Lage: nördlich des Hwy 190 in der Nähe von Stovepipe Wells
Bis zu 25 Meter hohe Wanderdünen, in die man von den Parkbuchten am Straßenrand aus querfeldein hineinwandern kann. Die zahlreichen Mesquite Sträucher, die den losen Sand befestigen, bieten vielen Tierarten während der brütenden Tageshitze Unterschlupf und Schatten. Beste Zeit für Fotos ist der späte Nachmittag.


Mesquite Flats Sand Dunes Death Valley

Mesquite Flats Sand Dunes


Mosaic Canyon Trail
Trailhead: Mosaic Canyon Parking Area, 2 Meilen westlich von Stovepipe Wells
Distanz: 2 Meilen one-way
Die faszinierende Kurzwanderung führt ohne nennenswerte Steigung durch einen schmalen, korkenzieherähnlichen Canyon, dessen blankpolierte, von der Erosion zu skurrilen Formen ausgewaschene Felswände an glattgeschliffenen Marmor erinnern. Schließlich weitet sich der Canyon zu einem Tal, dessen ausgetrocknetem Flussbett man noch ein Stück weit folgen kann, bis schließlich eine mehrere Meter hohe Felswand ein weiteres Vordringen verhindert. Im Mosaic Canyon lassen sich in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden auch oft Dickhornschafe beobachten.


Mosaic Canyon Death Valley        Death Valley

Die Wände des Mosaic Canyon sehen aus wie glattgeschliffener Marmor


Charcoal Kilns
Lage: in den Paramint Mountains südlich von Stovepipe Wells
Zufahrt: am Ende der Emigrant Canyon Road
In der Nähe des reizvollen Wildrose Canyon auf der Rückseite des Telescope Peak befinden sich 10 sehr gut erhaltene, bienenkorbförmige Kohlemeiler, die im Jahre 1877 errichtet wurden, um aus Kiefern und Wacholderbäumen Holzkohle zu gewinnen. Benutzt wurde die Holzkohle zur Befeuerung der beiden Blei- und Silberschmelzen bei der 25 Meilen westlich gelegenen Argus Mine. Erbaut wurden die Kohlemeiler von chinesischen Arbeitern, konstruiert von Schweizer Ingenieuren. Als die Minen nach drei Jahren nicht mehr rentabel arbeiteten, wurden auch die Kohlemeiler stillgelegt. Für die Fahrt zu den Charcoal Kilns sollte man genügend Zeit einplanen. Ab Furnace Creek sind es etwa 60 Meilen. Die letzten drei Meilen sind nicht geteert. Der Parkplatz an den Kohlemeilern ist auch Ausgangspunkt für die schöne Wanderung zum Wildrose Peak.

Darwin Falls Trail
Lage: im Westen des Parks in der Nähe von Panamint Springs
Trailhead: am Ende einer 2,3 Meilen langen, zum Teil recht holprigen und steinigen Dirt Road, die eine Meile westlich von Panamint Springs vom Highway 190 abzweigt
Vom kleinen Parkplatz (dort, wo das 4WD-Schild nach links weist), wandert man immer der gut sichtbaren Wasserpipeline folgend dem von viel Büschen, Sträuchern und Gräsern gesäumten Bach folgend canyonaufwärts. Besonders schön und abwechslungsreich ist der letzte Teil der Wanderung durch eine fast schon dschungelähnliche Sumpf- und Canyonlandschaft, bei der man den Bach immer wieder auf schmalen Baumstämmen und Steinen überqueren muss. Der besonders im Hochsommer angenehm schattige Pfad endet an einem flachen, von hohen Bäumen überragten Pool mit schönem Blick auf die Darwin Falls.


Darwin Falls Death Valley

Ein schönes Wanderziel im Westen des Death Valley sind die Darwin Falls


Sehenswürdigkeiten im Norden des Death Valley


Koyote Death Valley

Im Norden des Death Valley trifft man oft auf Kojoten


Titus Canyon Road
Lage: zwischen Hwy 374 und Hwy 190 nordöstlich von Stovepipe Wells
Vom Hwy 374 etwa 6 Meilen südwestlich der Kleinstadt Beatty führt eine 27 Meilen lange one-way Dirt Road durch den malerischen Titus Canyon bis zum Hwy 190 im Death Valley. Achtung: die Straße darf nur in diese Richtung befahren werden! Für den Abstecher sollte man über ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit verfügen und sich vor der Beginn der Tour bei den Park Rangern nach der aktuellen Wettervorhersage erkundigen, denn bei drohenden Unwettern mit flash floods kann die Straße durch den Canyon gesperrt werden. Von Osten kommend klettert die Straße vom Amargosa Valley hinauf zum 1.626 Meter hohen Red Pass und dann über die ghost town Leadville hinunter in den Canyon, der sich im weiteren Verlauf immer weiter verengt, bis die steil in den Himmel aufragenden Canyonwände rechts und links des ausgewaschenen Flussbetts stellenweise nur noch knapp 3 Meter voneinander entfernt sind. Bei Klare Springs kann man an den Felswänden prähistorische Felszeichnungen entdecken. Der Canyon ist auch eine der besten Stellen im Park, um wilde Dickhornschafe zu beobachten. Wer keinen Geländewagen besitzt, kann von Westen, also vom Death Valley kommend auf einer 2,7 Meilen langen und etwas breiteren Dirt Road bis zum Canyoneingang fahren, dort sein Fahrzeug abstellen und zu Fuß ein Stück in den Canyon hinein wandern. Der Parkplatz am Titus Canyon ist gleichzeitig Ausgangspunkt der Wanderung durch den Fall Canyon.


Titus Canyon Death Valley

Zu Fuß durch den unteren Titus Canyon


Fall Canyon Trail
Trailhead: am unteren, westlichen Ende des Titus Canyon, erreichbar über eine 3 Meilen lange Gravel Road ab Hwy 190
Distanz: 3 bis 5 Meilen one-way
Vom Parkplatz geht man nicht geradeaus in den Titus Canyon, sondern folgt neben dem Toilettenhäuschen dem schmalen Fußpfad nach links, der sich ein Stück weit am Rande der Hügel entlangwindet, dann einen großen Bogen nach rechts macht und schließlich in das breite Bachbett am Eingang des Fall Canyon mündet. Von hier aus wandert man einfach immer dem langsam schmaler und tiefer werdenden Canyon folgend durch tiefen Kies Richtung Osten, bis man schließlich nach knapp 2,5 Meilen zu einem 10 Meter hohen ausgetrockneten Wasserfall - einem sogenannten Dryfall - gelangt, den man jedoch auf der rechten Seite mit etwas Vorsicht und Klettergeschick umgehen kann. Dazu geht man vom Dryfall etwa 50 Meter zurück und folgt dann an einer durch Steinmännchen markierten Stelle einem schmalen Kletterpfad bis zum oberen Ende des Dryfall. Von hier aus kann man dann dem ausgewaschenen Bachbett des Canyons noch für weitere 4 bis 5 Meilen folgen. An manchen Stellen bestehen die Felsverwerfungen aus glattpoliertem Granit mit einer ungewöhnlich tintenblauen Färbung. Der Fall Canyon Trail gehört zu den schönsten Backcountry Touren im Park, ist jedoch im Sommer aufgrund des fehlenden Schattens, der Länge der Wanderung und des anstrengenden Gehens im tiefen Schotter nicht zu empfehlen.


Fall Canyon Death Valley

Wanderung durch den abgelegenen Fall Canyon


Scottys Castle
Lage: außerhalb der Parkgrenzen im Norden des Death Valley, am Highway 287 Richtung Scottys Junction
Der Name des Gebäudes im Stil eines spanischen Landsitzes stammt von 'Death Valley Scotty', einem spleenigen Glücksritter, der jedem weismachen wollte, er habe das Anwesen aus den Erlösen seiner reichen Goldmine erbaut. In Wirklichkeit stammte das Geld von seinem Gönner, dem Millionär Albert Johnson aus Chicago. Als Johnson nach dem Börsenkrach von 1929 den größten Teil seines Vermögens verloren hatte, zog er sich bis zu seinem Tod 1948 auf diesen Landsitz zurück. Das Haus selbst kann nur auf einer kostenpflichtigen geführten Tour besichtigt werden. Tickets erhält man vor Ort im Scottys Castle Visitor Center oder Reservierung im Voraus über Tel. 877-444-6777. Die Touren dauern etwa eine Stunde. Durchführung nur von November bis April zwischen 10 Uhr und 15.30 Uhr. Daneben gibt es noch eine Underground Tour.

Ubehebe Crater
Lage: im Norden des Death Valley, 5 Meilen westlich der Fee/Ranger Station
Das vulkanische Gebiet umfasst neben dem Ubehebe Krater noch eine Reihe kleinerer Krater und Aschekegel. Sie alle entstanden durch eine gewaltige Gasexplosion vor etwa 2000 Jahren, als heißes Magma mit einem unterirdischen See in Berührung kam. Der Ubehebe Krater hat einen Durchmesser von etwa 730 Metern und eine Tiefe von 150 Metern. Die geteerte Zugangsstraße führt durch diese Lavalandschaft hinauf bis zu einem Parkplatz am Nordrand des Kraters. Von hier aus kann man auf einem Fußweg den gesamten Krater umrunden und sogar hinuntersteigen. Besonders schön ist der Vulkankrater im Frühjahr, wenn winzige Wildblumen reizvolle farbige Kontraste zur schwarzen Vulkanasche bilden.


Death Valley

Typische Landschaft im Norden des Death Valley

Ubehebe Crater Death Valley

Blick vom Kraterrand in das Innere des Ubehebe Crater


Racetrack Playa
Lage: 27 Meilen südwestlich des Ubehebe Crater (20 Meilen bis Teakettle Junction, weitere 7 Meilen bis zum Racetrack)
Eine sehr steinige und waschbrettartige Dirt Road führt vom Ubehebe Crater aus nach Süden zu weiteren vulkanischen Formationen, zur Ubehebe Lead Mine sowie zur Teakettle Junction und zum Gebiet des Racetrack, in dem kleinere und größere Steine wie von Geisterhand über den Boden zu wandern scheinen (gute Bodenfreiheit, robuste Reifen, mindestens ein Ersatzreifen und Werkzeug zum Reifenwechseln sind für diesen Abstecher erforderlich!).

Übernachtung

Innerhalb des Parks kann man entweder in einer der recht teuren Lodges oder auf einem der Campingplätze übernachten. Am Westeingang des Parks befindet sich das im Blockhausstil erbaute Panamint Springs Resort mit Restaurant, Laden und Tankstelle, das die günstigsten Zimmerpreise innerhalb des Parks bietet. Adresse: 40440 Highway 190, Panamint Springs, Tel. 775-482-7680. Fährt man auf dem Hwy 190 weiter Richtung Osten, gelangt man nach 30 Meilen zur Stovepipe Wells Village mit 83 Zimmern, beheiztem Outdoor Pool und Blick auf die Mesquite Sand Dunes. Zur Anlage gehört auch ein Restaurant, eine Bar, ein Laden und ein kleiner Campground, Tel. (760) 786-2387.

Bei Furnace Creek im Zentrum des Parks befindet sich das exklusive und sehr teure 4-Sterne-Hotel Furnace Creek Inn mit Swimmingpool, Palmengarten, Tennis- und Golfplatz (geöffnet Oktober bis Mai) sowie die etwas rustikalere und preiswertere Furnace Creek Ranch mit 224 Motelzimmern, Blockhütten, Saloon, mehreren Restaurants und Swimmingpool, Reservierung online oder über Tel. 1(800) 236-7916. Wer innerhalb des Parks kein Zimmer mehr findet, kann auch auf die Kleinstädte in der Umgebung des Parks ausweichen.


Furnace Creek Campground Death Valley

Schattiger Zeltplatz auf dem Furnace Creek Campground


Campingplätze

Der begehrteste Campingplatz des Parks ist Furnace Creek direkt gegenüber der gleichnamigen Ranch, deren Swimmingpool mitbenutzt werden darf. Dies ist auch der einzige Campingplatz innerhalb des Parks, den man telefonisch oder online reservieren kann. Wenig einladend ist dagegen der RV-Park bei Stovepipe Wells. Wer zelten möchte, sollte im Sommer unbedingt auf die höhergelegenen und kühleren Parkgebiete ausweichen. Die Campingplätze im Tal besitzen so gut wie keine schattenspendenden Bäume. Eine Übersicht über alle Cmpingplätze innerhalb des Death Valley findet man auf der Internetseite des Parks unter www.nps.gov/deva/planyourvisit/camping.htm.


     Death Valley Karte








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