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Joshua Tree Nationalpark


Joshua Tree Nationalpark

Den Joshua Trees verdankt der Nationalpark seinen Namen

Kurzinfo

Bundesstaat: Kalifornien
Höhe: 598 - 1.682 Meter ü.M.
Lage: der Joshua Tree Nationalpark liegt 140 Meilen östlich von Los Angeles. Der Nordeingang befindet sich nahe der Stadt Twentynine Palms am Hwy 62, der Südeingang an der I-10 östlich von Palm Springs / Indio.

Durch seine unmittelbare Nähe zu Los Angeles und San Diegon ist der Joshua Tree Nationalpark zwar sicherlich kein Geheinmtipp für Liebhaber einsamer Wildnisgebiete, aber dafür kann man hier auf relativ kleinem Raum gleich zwei völlig unterschiedliche Wüstenlandschaften kennenlernen. Die Sonora Wüste im tiefer gelegenen Südteil des Parks mit Sagebrush-Gestrüpp, Cholla-Kakteen und Ocotillos und direkt daran angrenzend die Mojave Desert im Norden des Parks. Hier, in einer Höhenlage bis zu 1.600 Metern, gedeihen auch die vielen schönen Joshua Trees, denen der Park seinen Namen verdankt.


Joshua Tree

Blühender Joshua Tree


Wissenswertes zu den Joshua Trees

Wissenschaftlich betrachtet, sind die Joshua Trees allerdings keine Bäume, sondern riesige Agaven- oder Yukkagewächse, die bis zu 12 Meter hoch und bis zu 700 Jahre alt werden können. So genau weiss man das allerdings auch wieder nicht, denn im Gegensatz zu 'richtigen' Bäumen haben die Joshua Trees keine Baumringe, anhand derer man das genaue Alter feststellen könnte. Die vielen ausgestreckten Äste erinnerten übrigens die ersten hier durchziehenden Mormonen an den Propheten Joshua, der seine Hände betend zum Himmel emporstreckt - daher der biblische Name der Pflanze. Die ältesten und schönsten Joshua Trees findet man übrigens rund um die vielen markanten Felsgruppen des Parks, wo sie bei strahlend blauem Himmel und tiefstehender Nachmittagssonne wunderschöne Fotomotive abgeben.


Klima & Reisezeit Joshua Tree Nationalpark

Hauptbesuchszeiten für den Joshua Tree Nationalpark sind Herbst und Frühjahr mit Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Besonders empfehlenswert ist die Zeit von März bis April, wenn die meisten Kakteen und Wildblumen des Parks in Blüte stehen. Allerdings kann es dann durch den hohen Besucherandrang auch schnell zu Übernachtungsengpässen kommen. Die Sommermonate Juli und August bringen extrem heiße Tagestemperaturen von über 40 Grad. Auch nachts kühlt es dann kaum ab. Erst gegen morgen werden etwas angenehmere 25 Grad erreicht. Wanderungen oder Mountainbiketouren sind bei einer solch extremen Hitze fast nicht mehr möglich. Der Park ist auch im Winter recht gut besucht, vor allem von Kletterern, denen es dann in anderen Gegenden Kaliforniens zu kalt ist. In den Wintermonaten liegen die Tagestemperaturen bei angenehmen 20-25 Grad, nachts können sie allerdings schnell unter den Gefrierpunkt sinken.

Klettern im Joshua Tree Nationalpark

Joshua Tree - eines der ältesten und bekanntesten Klettergebiete der USA - ist vor allem von Spätherbst bis Frühjahr ein beliebtes Ziel von Sportkletterern aus aller Welt. Die rundlichen, abgeschliffenen Granitmonolithen erreichen zwar nur Höhen von 20 bis 30 Metern, bieten aber mit ihren ungewöhnlichen Spalten-und Rissklettereien viele interessante Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Die bekanntesten Klettergebiete befinden sich in der Umgebung des Hidden Valley Campground, bei Indian Cove und westlich der Jumbo Rocks. Infos zum Klettern und eine Karte über die verschiedenen Klettergebiete des Parks findet man in der kostenlosen Parkbroschüre. Wer will, kann sich am Hidden Valley Campground Sonntag morgens ab 8 Uhr beim Climbers Coffee einfinden, um dort bei einer kostenlosen Tasse Kaffee gemeinsam mit Parkrangern und anderen Kletterern aktuelle Themen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. Topos und Routen findet man online oder im Falcon Guide 'Rock Climbing Joshua Tree' von Randy Vogel. Veranstalter in der Nähe des Joshua Tree Nationalparks bieten Kletterkurse und private Kletterführer für das Gebiet.

Uprising Adventure Guides, Inc.
1500 Gene Autry Trail
Palm Springs, CA 92264
Tel. 1-888-CLIMB-ON oder
Tel. (760) 416-5799
Vermittlung privater Kletterführer für Einzelpersonen und Kleingruppen, ein- oder zweitägige Einführungskurse ins Sportklettern, Boulderkurs sowie individuelles Techniktraining, Vorstiegskurse und Big Wall Climbing für Fortgeschrittene. Saison Anfang März bis Ende November (nicht im Juli und August).

Joshua Tree Rock Climbing School
HCR Box 3034
Joshua Tree, CA 92252
Tel. 1-800-890-4745 oder
Tel. (760) 366-4745
Einzige Kletterschule direkt vor Ort. Ein- und zweitägige Einführungskurse ins Sportklettern (Mindestalter 10 Jahre), 2-4-tägige Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene mit verschiedenen Schwerpunkten, private Kletterführer für Einzelpersonen und Kleingruppen. Das ganze Jahr über geöffnet.


Joshua Tree climbing            Joshua Tree rock climbing

Der Joshua Tree National Park ist ein El Dorado für Kletterer


Sehenswürdigkeiten des Joshua Tree Nationalparks

Park Boulevard und Keys View
Am interessantesten ist der Nordteil des Parks mit seinen ausgedehnten Beständen an Joshua Trees, die sich dekorativ um die eindrucksvollen Felslandschaften des Parks gruppieren. Erschlossen wird dieses Gebiet vom Park Boulevard, einer Aussichtsstraße, die am Nordeingang des Parks beim Oasis Visitor Center beginnt und am Westeingang nahe des Städtchens Yukka Valley endet. Entlang dieser Parkstraße liegen auch viele interessante Felsgruppen wie die Picknick Area 'Split Rock' und die übereinandergeschachtelten riesigen Boulder der Jumbo Rocks und des Skull Rock.


Joshua Tree National Park

Picnic Area im Joshua Tree National Park

Split Rock Joshua Tree

Der ungewöhnlich geformte Split Rock


Unterwegs lohnt sich der Abstecher zu Keys View, einem phantastischen Aussichtpunkt mit Blick auf das 1.500 Meter tiefer gelegene Tal des Imperial Valley und die weiße Oberfläche des Salton Sea. Bei gutem Wetter reicht der Blick von hier oben sogar bis weit hinein nach Mexiko.

Ein wahrer Irrgarten aus Stein befindet sich auch rund um das Hidden Valley im Zentrum des Joshua Tree Nationalparks. Die Felsen in diesem bei Wanderern wie bei Kletterern gleichermaßen beliebten Gebiet tragen so phantasievolle Namen wie Elephant Rock, Chimney Rock und Turtle Rock. Mit einem Geländewagen lohnt sich der 30 Kilometer lange Abstecher auf der Geology Tour Road in den Südteil des Parks.

Black Rock Canyon und Indian Cove
Neben diesen beiden Haupteingängen gibt es auch mehrere Stichstraßen, die direkt vom Hwy 62 zwischen Twentynine Palms und Yucca Valley in den Nordteil des Parks führen. Dazu gehört die Black Canyon Road bei der Ortschaft Yukka Valley, über die man einen der beiden auch für Wohnmobile geeigneten Campgrounds des Parks erreicht. Östlich davon führt eine weitere Stichstraße in das Gebiet von Indian Cove mit schönem Zeltplatz und Zugang zu weiteren markanten Fels- und Klettergebieten. Eine weitere Zufahrt besteht schließlich unmittelbar westlich von Twentynine Palms. Hier erreicht man über die Canyon Road den Ausgangspunkt für die landschaftlich reizvolle Wanderung zur Fortynine Palm Oasis, einer Wasserstelle, umgeben von kalifornischen Fächerpalmen.


Strawberry Hedgehog Cactus

Strawberry Hedgehog Cactus

Mojave Aster

Mojave Aster

Cottonwood Springs und Cholla Cactus Garden
Im Südteil des Parks konzentrieren sich die Besucheraktivitäten rund um das Cottonwood Visitor Center. Hier gibt es neben einem recht komfortablen Campground auch einen hübsch angelegten Nature Trail. Über einen recht anstrengenden Wanderweg gelangt man zur 7 Meilen entfernten Lost Palms Oasis, einem landschaftlich reizvollen Canyon mit Gruppen kalifornischer Fächerpalmen. Unterwegs bietet sich die Gelegenheit für interessante Abstecher in zwei Felsencanyons mit Kletterpartien über wuchtige Felsblöcke und Steinquader. Weiter nördlich befindet sich der Cholla Cactus Garden mit dichten Beständen mannshoher Cholla Kakteen und noch ein Stück weiter der hübsch zwischen Felsen eingebettete White Tank Campground, Ausgangspunkt für die lohnende Kurzwanderung zum Arch Rock, einem sehenswerten Natursteinbogen.

Wanderungen und Trails im Joshua Tree Nationalpark

Wer die Schönheit dieses Parks wirklich kennenlernen will, sollte nicht nur die Parkstraßen und Viewpoints abfahren, sondern sich auch die Zeit nehmen, zu wandern. Besonders attraktiv wirkt die Landschaft im Frühjahr, wenn viele Kakteen und Wildblumen in voller Blüte stehen und bunte Farbtupfer zwischen die grauen Felsen setzen. Neben einer ganzen Reihe kurzer Nature Trails gibt es viele längere Wanderwege durch die verschiedenen Gebiete und Vegetationszonen des Parks. Interessant ist es auch, eine Weile den Kletterern zuzuschauen und ein bisschen selbst in dem Gewirr von Felsblöcken umherzukraxeln.

Skull Rock Trail
Trailhead: im Gebiet der Jumbo Rocks direkt an der Parkstraße (Park Blvd.) oder am Loop E des Jumbo Rock Campgrounds
Distanz: 1.7 Meilen langer Rundweg
Am schnellsten erreicht man den Skull Rock von einem Parkplatz, der sich direkt gegenüber dieser Felsgruppe an der Parkstraße befindet. Ein weiterer möglicher Startpunkt befindet sich am Loop E des Jumbo Rock Campground. Die Felsgruppe selbst wird von einem schmalen Fußpfad umrundet. Besonders schön ist diese Wanderung im Frühjahr, wenn rund um die Felsen die Kakteen und Wildblumen blühen.


Skull Rock Joshua Tree

Die Felsgruppe des Skull Rock

Arch Rock Nature Trail
Trailhead: kleiner Parkplatz bei Campsite No.9 des White Tank Campground
Distanz: Rundweg von 0,3 Meilen
Ein hübscher Nature Trail führt vom Campingplatz durch ein offenes Wüstengebiet mit schönen Granitfelsen zum Arch Rock, einem weich geschwungenen und sehr fotogenen Natursteinbogen mit einer Höhe von fast 10 Metern.


Arch Rock Joshua Tree

Arch Rock im Joshua Tree National Park

Lost Palm Oasis Trail
Trailhead: beim Parkplatz Cottonwood Spring im Süden des Joshua Tree Nationalparks
Distanz: 3,6 Meilen one-way
Steigung: 150 Meter
Der landschaftlich sehr reizvolle und abwechslungsreiche Wanderweg führt zunächst durch einen Canyon gleichmäßig ansteigend bergauf, später dann relativ eben durch ein schönes, von Felsblöcken übersätes Wüstengebiet zu einer Oase mit über 100 kalifornischen Fächerpalmen. Charakteristisch für das Gebiet sind die vielen schmalen 'washes', in deren Nähe im Frühjahr (Hauptsaison März/April) viele unterschiedliche Kakteen- und Wildblumenarten blühen. Unterwegs hat man auch schöne Fernblicke auf den Salton Sea und die Jacumba Mountains im 80 Meilen entfernten Mexiko.


Übernachtung Joshua Tree Nationalpark

Während der Hauptbesuchszeiten des Joshua Tree Nationalparks im Frühjahr und Herbst kann es innerhalb und außerhalb des Parks schnell zu Übernachtungsengpässen kommen. Dies gilt insbesondere für die zentral gelegenen Campingplätze des Parks sowie für die günstigeren Motels in Twentynine Palms in der Nähe des Westeingangs. Man sollte also rechtzeitig anrufen und reservieren. Gut und günstig übernachtet man beispielsweise im El Rancho Dolores Motel in Twentynine Palms, 73352 Twentynine Palms Highway, Tel. 760-367-3528. Das Motel besitzt einen schönen großen Außenpool.

Alternativ kann man auch im etwas teureren Palm Springs übernachten und von dort einen Tagesausflug zum Nationalpark unternehmen. Auskunft zu Übernachtungsmöglichkeiten erhält man bei den lokalen Chambers of Commerce (Indio Tel. 760-347-0676, Joshua Tree Tel. 760-366-3723, Palm Springs Tel. 760-325-1577, Twentynine Palms Tel. 760-367-3445 und Yucca Valley Tel. 760-365-6323).

Campgrounds Joshua Tree Nationalpark

Innerhalb des Parks gibt es insgesamt 8 Campingplätze, 6 davon auf first-come, first-serve Basis. Während der Hauptreisezeit sollte man also möglichst früh nach einem geeigneten Übernachtungsplatz Ausschau halten und belegen. Die beiden einzigen Plätze mit Reservierungsmöglichkeit sind Indian Cove und Black Rock Canyon (Tel. 1-800-365-2267) oder online über https://www.nps.gov/jotr/planyourvisit/campgrounds.htm. Frischwasser und zentrale Dumpstations für Wohnmobole gibt es nur an den Campgrounds Black Rock Canyon und Cottonwood. Landschaftlich besonders attraktiv sind die Campgrounds Mount Ryan, Indian Cove und Jumbo Rocks. Sogenanntes Backcountry Camping, also Zelten außerhalb der Campgrounds ist abseits der Hauptstraßen möglich. Allerdings benötigt man hierfür ein kostenloses Permit der Parkranger. Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, kann in Twentynine Palms im Twentynine Palms Resort übernachten.

     Joshua Tree Nationalpark Karte


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