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Devils Thumb

Devils Thumb
Devils Thumb - ein mächtiger, eindrucksvoller Sandsteinmonolith


Kurzinfo

Bundesstaat: Colorado
Höhe: 1.600 ü.M. - 2.527 ü.M.
Lage: im Westen Colorados, etwa 3 Meilen nördlich der Stadt Delta

Die Adobe Badlands, die mit ihren kahlen, grau bis ockergelb gefärbten Hügelketten an eine fremdartige, bizarre Mondlandschaft erinnern, gehören zu einer Reihe interessanter, touristisch aber noch kaum bekannter Wilderness Study Areas im Westen Colorados. Geologische Hauptattraktion dieses Gebiets ist Devils Thumb, ein dunkelgrauer, mächtiger Sandsteinmonolith, umgeben von einer Art Krater, der sich an der steil abfallenden Südflanke der Petrie Mesa wie ein drohender Daumen oder Zeigefinger in den Himmel empor reckt.

Wissenswertes

Die sanft ansteigenden und von vielen tiefen Washes zerfurchten Abhänge der Adobe Badlands bestehen aus Mancos Shale, einem weichen, lehmartigen Schiefergestein aus Ablagerungen eines flachen, urzeitlichen Ozeans der Kreidezeit vor etwa 135 bis 65 Millionen Jahren. Dazwischen befinden sich gewaltige Monolithe aus härterem Sandstein der Mesa Verde Formation wie der Felspfeiler Devils Thumb, die den Kräften der Erosion viel länger Stand halten können und so im Laufe der Zeit immer weiter frei gelegt werden. Sehr schön beobachten lässt sich dieser Prozess am kleinen Bruder des Devils Thumb, der sich am nördlichen Ende der Petrie Mesa befindet und erst mit einem kleinen Teil seiner Spitze aus dem Boden ragt. Die auf den Hügeln und Mesas verstreut umher liegenden schwarzen Basaltblöcke stammen von lange zurück liegenden vulkanischen Eruptionen.

Adobe Badlands
Ein doppelter Regenbogen über den Adobe Badlands

Zufahrt

Nähert man sich Delta von Westen kommend auf der US 50, erblickt man bereits von weitem die nördlich der Stadt gelegene karge Hügellandschaft der Adobe Badlands mit dem markanten Felspfeiler Devils Thumb, der sich am südlichen Ende eines lang gezogenen Bergrückens, der Petri Mesa befindet. Um dorthin zu gelangen, zweigt man von der US 50, die etwa in der Mitte der Stadt einen fast rechtwinkligen Knick nach Süden macht, kurz vor der Ampel ab auf die H-38 oder 1575 Rd. Richtung Osten und etwa 20 Meter weiter gleich wieder nach links, also Richtung Norden auf die 1560 Rd. Diese Straße führt zunächst durch ein Wohngebiet und dann leicht bergauf Richtung Airport. Kurz vor dem Airport (Blake Field) zweigt man nach links ab auf eine Straße, die lediglich mit einem etwas unscheinbaren 'no dumping'-Schild gekennzeichnet ist. Nach einem großen Linksbogen folgt man dieser Straße immer weiter Hauptrichtung Norden, vorbei am Devils Thumb Golfcourse bis zum Delta Reservoir, einem eingezäunten Trinkwasserreservoir auf der rechten Straßenseite (ca. 2,7 Meilen ab Abzweigung Airport). Genau gegenüber diesem Reservoir befindet sich links der Straße eine breite Parkfläche, von der aus man querfeldein zur Basis des Devils Thumb wandern kann (Distanz etwa eine Meile). Bis hierher ist die Straße, die zunächst geteert, später ungeteert, aber relativ breit und eben ist, auch problemlos mit einem PKW oder Wohnmobil befahrbar. Wer etwas weiter in die Adobe Badlands vordringen und Devils Thumb von oben, also von der Hochfläche der Petri Mesa aus fotografieren möchte, fährt auf dem gleichen Weg, der nun rasch immer steiniger, holpriger und kurviger wird, noch etwa 2 Meilen weiter Richtung Norden bis zum Trailhead.



Adobe Badlands
Die Adobe Badlands bestehen aus Mancos Shale, einem weichen, lehmartigen Schiefergestein


Wanderung Devils Thumb

Distanz: 2 Meilen one-way
Höhenunterschied: 130 Meter
Am Trailhead beginnt ein schmaler und extrem steiniger, von unten nicht ganz leicht zu erkennender ehemaliger Jeeptrail, der die Ostflanke der Petri Mesa erklimmt und oben auf der Ostseite der Hochfläche endet. Da sich am südlichen Ende dieser Hochfläche eine tiefe, canyonartige Einkerbung befindet, geht man von hier aus zunächst etwa eine Viertelmeile Richtung Nordwesten, und von dort aus dann etwa eine Meile Richtung Süd/Südosten bis zum südlichen Ende der Petri Mesa. Von hier aus hat man dann einen umwerfenden Blick auf den direkt unterhalb liegenden Felsmonolith Devils Thumb, eingerahmt von einem kraterähnlichen Ring aus schroffen, dunkelgrauen Abhängen, aber auch auf die im Osten und Westen der Petri Mesa gelegenen farbenprächtigen Hügel der Adobe Badlands und die fruchtbare Ebene des Gunnison River rund um Delta.

Adobe Badlands
Die Petri Mesa oberhalb von Devils Thumb

Adobe Badlands
Von hier oben bietet sich ein toller Blick auf die Adobe Badlands

Da die Felskante an diesem Aussichtspunkt relativ steil abfällt, kann man von diesem Aussichtspunkt leider nicht auf direktem Weg zur Basis des Devils Thumb hinabsteigen. Möglich, aber nicht ganz ungefährlich ist der Abstieg über die links des Aussichtspunkts gelegene, sehr abschüssige Flanke aus festgebackenem, bröseligem Schiefer, da bei einem Fehltritt schnell der ganze Hang ins Rutschen kommen kann. Besondere Vorsicht ist hier bei Nässe geboten, da sich das weiche, lehmartige Gestein dann im Nu in eine schmierige, zähklebrige Masse verwandelt, die in dicken Klumpen an den Schuhen haftet. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Zufahrtsweg, der sich bei Regen schnell in eine Rutschpiste verwandeln kann.

Adobe Badlands
Die zerfurchte Kraterlandschaft rund um den Felspfeiler Devils Thumb





Topomap und Karte Devils Thumb, Adobe Badlands

Karte Devils Thumb, Adobe Badlands
TOPO! ©2011 National Geographic     Karte Adobe Badlands









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