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Bisti Wilderness


Bisti Wilderness
Naturwunderland Bisti Wilderness

Kurzinfo

Bundesstaat: New Mexico
Höhe: 1.770 Meter ü.M.
Lage: im Nordwesten New Mexicos, 40 Meilen südlich von Farmington

Haben Sie Lust auf ein wirkliches Wildnisabenteuer in einer fantastischen Mondlandschaft? Weit ab von allen überfüllten Parkplätzen, klimatisierten Besucherzentren und markierten Wanderwegen? Dann auf in die Bisti Wilderness im kaum besiedelten und kargen Nordwesten New Mexicos, denn hier findet man außer einer ungeteerten Lehmpiste, einem Zaun, einer kleinen Self-Register-Station und einem einfachen Holzschild mit der Aufschrift 'Bisti Wilderness' nur noch eines - Einsamkeit, Stille und eine grandiose Naturlandschaft mit bizarren Hoodoos, dunkelgrauen Mesas, skurrilen Lehmfiguren, urzeitlichen Fossilien und versteinerten Baumstämmen.


Hoodoos Bisti Wilderness
Mesa und Hoodoos in der Bisti Wilderness Süd

Wer durch diese ausgetrocknete, vegetationslose Steinwüste wandert, mag kaum glauben, dass sich hier vor etwa 65 bis 70 Millionen Jahren eine von Dinosauriern bevölkerte dschungelähnliche Sumpflandschaft befand. Erst als sich die großen Inlandsmeere im Gefolge einer Klimaänderung nach Norden verlagerten, trockneten die Sümpfe aus. Zurück blieben die Ablagerungen dieser einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt - versteinerte Baumstämme, Fische, Schildkröten und Eidechsen sowie Knochenreste von Säugetieren und Dinosauriern, die bis heute auf eine genauere wissenschaftliche Untersuchung warten.


Bisti Wilderness
Battleship Rock in der Bisti Wilderness

Heilig war das Gebiet mit den farbigen Felsen und den wundersamen Sandstein-Lehm-Figuren schon immer den hier lebenden Navajo-Indianern. Für sie waren die Bistis ein Ort, an dem sie ihre Toten bestatten und die farbige Erde für ihre Sandbilder sammeln konnten. In ihrer Sprache bedeutet Bis-ta-hi soviel wie unwirtliches Land, ein damals wie heute zutreffender Begriff, denn lange Zeit galten die farbigen Bisti Badlands als unbesiedelbar und wirtschaftlich nutzlos. Dies änderte sich erst mit der Entdeckung großer und leicht abzubauender Kohlevorkommen in der gesamten Region südlich von Farmington. Die einzigartigen Naturwunder der Bisti Badlands entgingen glücklicherweise einer kommerziellen Nutzung. Sie wurden im Jahr 1984 durch den San Juan Basin Wilderness Protection Act unter Schutz gestellt.


Bisti Wilderness King of Hoodoos
Bisti Wilderness - King of Hoodoos

Zufahrten

Zufahrt von Farmington über die NM 371
Man erreicht die Bisti Wilderness am einfachsten über die NM 371, eine knapp 100 Meilen lange Verbindungsstrecke zwischen den beiden Städten Farmington im Norden und Crownpoint/Thoreau im Süden. Von dieser nur selten befahrenen, aber durchgehend geteerten Straße zweigt etwa 63 Meilen nördlich von Thoreau (nach Überqueren der Don Glesson Bridge) bzw. 37 Meilen südlich von Farmington bei einem Schild mit der Aufschrift 'Bisti Wilderness 2 Meilen' eine geschotterte Dirt Road (Rd. 7297) nach Osten ab. Auf dieser in der Regel auch mit PKW befahrbaren Piste fährt man nun 1,9 Meilen Richtung Osten, bis man zu einer T-Kreuzung gelangt. Hier biegt man nach links ab und folgt dann dieser Piste noch weitere 1,2 Meilen bis zu einer gut erkennbaren, relativ großen Parkfläche auf der rechten Straßenseite, dem offiziellen Trailhead an der Bisti Wilderness Boundary.


Bisti Wilderness
Badlands an der Zufahrtsstraße zur Bisti Wilderness

Zufahrt über den Highway 550 und die Indian Route 7500
Eine weitere Variante ist die Anfahrt zur Bisti Wilderness über die ungeteerte Indian Route 7500, eine 25 Meilen lange Verbindungsstrecke zwischen dem Highway 550 und der NM 371. Vorteil dieser Route ist, dass man unterwegs gleich noch einen Abstecher in die De-na-zin Wilderness unternehmen kann. Nachteil ist die Abgeschiedenheit und Länge der Strecke. Wer hier unterwegs ist, sollte sich deshalb im Notfall (z.B. Reifenpanne) auch selbst helfen können. Wer die Route wählen möchte, zweigt 25 Meilen südlich von Bloomfield beim Huerfano Trading Post vom Highway 550 nach rechts (Westen) auf eine relativ breite Dirt Road ab, die Indian Route 7500. Von hier aus sind es 11,3 Meilen bis zum Trailhead am Rande der De-na-zin Wilderness Area. Nochmals 10,3 Meilen weiter durchquert man eine interessante kleine Badlands Area mit roten Felsen, weißgrauen Hügeln und schwarzbraunen Steinen, die allerdings keinen besonderen Namen trägt.


Bisti Wilderness
Black Rock Desert an der Indian Route 7500

Weitere 3,3 Meilen westlich dieser Mini-Badlands erreicht man schließlich die Einmündung in die geteerte NM 371. Hier biegt man nun nach rechts ab und folgt dem Hwy 371 noch 7,5 Meilen nach Norden bis zur oben bereits erwähnten Abzweigung Richtung Bisti Wilderness (Achtung: bereits vorher zweigt etwa in Höhe des Milemarker 63 eine weitere Dirt Road ab, die mit 'Bisti Wilderness Access 7 Miles' ausgeschildert ist. Dieser Abzweigung noch NICHT folgen!).


Bisti Wilderness
Ein erster Abstecher führt zu den Chocolate Hoodoos

Wanderung Bisti Wilderness Süd

Geht man vom Trailhead aus im breiten Bachbett des Alamo Wash Richtung Osten, erkennt man nach etwa 0,5 Meilen einen breiten Seitencanyon, der von rechts in den Hauptwash einmündet. Folgt man diesem Seitencanyon, gelangt man nach etwa 0,25 Meilen zu den Chocolate Hoodoos, die links über dem Tals auf einer dunkelgrauen Hügelkette thronen. Zurück im Alamo Wash wandert man weiter im breiten Bachbett gen Osten, bis man nach 0,5 Meilen den Petrified Cowboy erreicht, eine kleine, ungewöhnliche Lehmfigur und nochmals 0,4 Meilen weiter den kleinen, aber sehenswerten Bisti Arch.


Bisti Arch
Leicht zu übersehen - der Bisti Arch


Von hier aus ist es jetzt nur noch ein Katzensprung Richtung Südosten zu den Cracked Eggs (auch Egg Factory genannt), einem weiten Tal, angefüllt mit großen, rundlichen Steinen, die aussehen wie aufgeplatzte urzeitliche Rieseneier, aus denen jeden Moment kleine Dinosaurier krabbeln könnten.


Cracked Eggs
Die Cracked Eggs sehen aus wie aufgeplatzte Dinosauriereier


Geht man um die Felswand nördlich der Cracked Eggs herum, wartet dort bereits eine weitere nette Überraschung, ein großer versteinerter Baumstamm.


Petrified Log
Petrified Log


Hier wird die Landschaft nun richtig interessant, denn nur knapp hundert Meter weiter südöstlich beginnt die Hoodoo-City, ein ganzes Labyrinth kleiner Seitentäler mit verwinkelten Gassen, angefüllt mit großen, schlanken Säulen aus weißgrauem Sandstein, in denen es richtig Spaß macht, umherzustreifen und auf Entdeckungstour zu gehen. Von hier sind es dann nur noch 0,4 Meilen bis zu Eagles Nest, einer Felsformation, die wie ein hoch gelegener Adlerhorst aussieht und von einigen weiteren Hoodoos umgeben ist. Damit hat man gleichzeitig den Endpunkt der Südtour erreicht. Geht man von hier aus auf direktem Weg durch den Alamo Wash zurück, ist man nach knapp 3 Meilen wieder zurück am Fahrzeug.


Hoodoo City
Hoodoo City im Süden der Bisti Wilderness


Wanderung im Norden der Bisti Wilderness

Geht man vom Parkplatz und Trailhead aus rechts um den grauen Felsblock herum und blickt dann gen Osten, erkennt man vor sich ein relativ breites Tal - das meist ausgetrocknete Bachbett des Alamo Wash, das sich mehr und mehr verengt, je weiter man ihm in östlicher Richtung folgt. Links dieses Tals erscheint nach kurzer Zeit ein Zaun, der die Gateway Mine von der Wilderness Area abgrenzt und etwa hundert Meter weiter nördlich parallel zum Wash Richtung Ost-Nordost verläuft. Wer vorhat, den Norden der Bistis zu erkunden, folgt einfach diesem Zaun, der nach etwa 0,7 Meilen ab Trailhead einen scharfen Knick nach Norden macht und dann kurz vor einer roten Hügelkette endet (GPS-Daten Knick im Zaun nach Norden. Geht man von hier aus 0,6 Meilen geradeaus in nördlicher Richtung, gelangt man zunächst zu Coloured Butte, einem großen, schön gestreiften Hügel mit einer farbigen Kappe und dann nochmals 0,2 Meilen weiter zu einem Gebiet mit kleinen, braun-beigen Hoodoos.


Hoodoo City
Hoodoo in der Bisti Wilderness Nord


Hier kann man noch ein Stück weiter nach Norden gehen Richtung Stonewings, oder man wendet sich gleich nach rechts und gelangt dann nach etwa 0,4 Meilen zu den fast weißen Vanilla Hoodoos. Nach diesem Abstecher ins nördliche Gebiet der Bisti Wilderness gilt es nun, von diesen etwas höher gelegenen Hügelketten aus einen guten Abstieg hinunter ins Bachbett des Alamo Wash zu finden, um von dort aus dann den Rückweg zum Fahrzeug anzutreten oder die Wanderung zu einer großen Rundtour durch den Süden der Bistis Badlands auszudehnen. Ein guter Punkt für einen solchen Abstieg befindet sich knapp 0,2 Meilen südwestlich der Vanilla Hoodoos. Geht man unten im Hauptwash angekommen nach links (Osten), erreicht man nach etwa einer halben Meile den kleinen, schwarzbraunen Bisti Arch.


Hoodoo City
Rückkehr zum Alamo Wash

Wildes Zelten

Wer etwas stressfreier wandern und mehr Zeit für Erkundungstouren und zum Fotografieren haben möchte, kann in der Bisti Wilderness auch unter freiem Sternenhimmel übernachten, vorausgesetzt, man verlässt diesen wunderschönen Ort so unberührt und naturbelassen, wie man ihn vorgefunden hat. Zudem gelten für den gesamten Bereich der Bisti Wilderness strenge Naturschutzrichtlinien, an die man sich unbedingt halten sollte, einfach um diese einzigartigen fragilen Naturgebilde auch noch für die nächsten Generationen zu erhalten. So ist es nicht erlaubt, Feuer zu machen, auf Lehmfiguren zu klettern, sie zu beschädigen, Fossilien oder versteinertes Holz zu sammeln und das Gebiet mit Mountainbikes oder Motorfahrzeugen zu erkunden.


Chocolate Hoodoos
Chocolate Hoodoos



Topomap und Karte Bisti Wilderness

Topomap und Karte Bisti Wilderness
TOPO! ©2011 National Geographic     Topomap und Karte Bisti Wilderness


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