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Bisti Wilderness

Dieser Bericht entstand bei meinem ersten Besuch in der Bisti Wilderness im Jahr 2001. Damals war das Gebiet noch weitgehend unbekannt und es gab außer einer ungenauen Handzeichnung des BLM keinerlei Informationen darüber. Ohne GPS-Gerät oder Karte war die Erkundung dieses weitläufigen Wildnisgebiets mitten im Hochsommer, also während der Monsoon Season, ein nicht ganz ungefährliches Abenteuer.


Bisti Wilderness trailhead

Trailhead an der Bisti Wilderness Area

Bisti Badlands - Bisti Wilderness. Schon seit Jahren träume ich davon, hierher zu kommen, und dieses abgelegene Wildnisgebiet zu erforschen. Versteckt in der Weite New Mexicos, irgendwo zwischen Gallup und Farmington. Nur ein paar hundert Besucher kommen jedes Jahr hierher. Es gibt weder brauchbare Karten noch Wegbeschreibungen, keinen Campground, keine markierten Trails und schon gar keine Ranger Station. Nur einen kleinen Parkplatz und ein Holzschild mit der Aufschrift 'Bisti Wilderness Area'.


Bisti Wilderness parking

Es ist noch früh am Morgen, als ich nach kurzer Fahrt auf einer Schotterpiste am Rande der Wilderness Area ankomme. Draußen ist es noch kühl, denn es hat die ganze Nacht geregnet. Eigentlich hatte ich ja gehofft, einfach aussteigen zu können, ein bisschen umherzustreifen und im warmen Licht der Morgensonne eine Menge tolle Fotos schießen zu können - aber so einfach machen es mir die Bistis nicht. Lange bleibe ich noch im Fahrzeug sitzen und schaue auf die graubraune Hügelkette direkt vor mir. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen. Es ist wirklich absolut niemand hier außer mir. Plötzlich wird mir klar, dass dies hier kein harmloser Spaziergang ist. Wahrscheinlich werde ich mehrere Stunden unterwegs sein. In einer der abgelegensten Wildnigebiete der USA. Vollständig auf mich allein gestellt. Ohne Karten, Kompass, Handy oder GPS. Niemand, der weiß, wo ich bin. Niemand, der mir helfen könnte, wenn mir unterwegs irgend etwas passiert. Langsam und sorgfältig schaue ich mir noch einmal die wenigen Unterlagen an, die ich über dieses Gebiet besitze. Dann entschließe ich mich endlich, loszumarschieren.


Bisti Wilderness

Gestreifte Felsen im nördlichen Bereich der Bisti Wilderness

Nach dem Eintrag in die Register Box gehe ich rechts an der grauen Felswand vorbei. Vor mir liegt eine offene, etwas hügelige graue Landschaft, durchzogen von schmalen Rinnsalen und 'washes', in denen jetzt nach dem Regen der vergangenen Nacht noch das Wasser steht. Auch der Boden ist noch feucht. Zäher Lehm, der in großen Klumpen an den Schuhen haftet und das Gehen zur Schwerstarbeit macht. Etwas besser kommt man nur voran, wenn man an den Rändern der Hügel entlangläuft, denn dort ist der Boden schon etwas trockener und härter.


Bisti Badlands

Eines der vielen Hoodoo-Gebiete in den Bisti Badlands

Als ich die erste Gruppe grauer Hoodoos erreiche, ist es immer noch bewölkt, so dass an gute Fotoaufnahmen nicht zu denken ist. Eine Weile sitze ich dort und warte, dass irgendwann die Sonne herauskommt. Aber es tut sich nichts. Also gehe ich noch weiter Richtung Osten, immer tiefer hinein in diese ausgedehnte Mondlandschaft aus Lehmhügeln, schwarzen Felskegeln und dunkelgrauen Mesas. Dabei suche ich mir immer wieder besonders markante Felsformationen als Orientierungspunkte, damit ich nach meinen Abstechern in die vielen labyrinthartigen Seitentäler wieder den Weg zurück finde.


Bisti Badlands fossils

Bisti Wilderness - Jurassic Park

Schließlich gibt es hier in diesen ausgedehnten Badlands so viel zu entdecken! Nicht nur Figuren und Lehmskulpturen in allen Größen und Formen, sondern auch Fossilien und versteinertes Holz aus der Zeit der Dinosaurier, als sich hier an dieser Stelle eine feuchte, sumpfige Dschungellandschaft befand. Vorsichtig berühre ich mit den Händen diese seltsamen Kunstwerke der Natur. Wie zerbrechlich sie sind! Der Lehm, der sich unter den Steinplatten befindet, zerbröselt schon bei der kleinsten Berührung zwischen den Fingern. Wie schnell muss der Regen diese Landschaft verändern. In ein paar Jahren wird wahrscheinlich alles hier vollkommen anders aussehen. Voller Staunen gehe ich von einem Ort, von einer Figur zur nächsten - wie Alice im Wunderland. Schließlich mache ich sogar die Bekanntschaft dieses versteinerten Cowboys ...

Bisti Badlands

Bisti Wilderness - Petrified Cowboy

Und dann, nach fast zwei Stunden, diese Riesenüberraschung! Eine ganze Stadt mit Hoodoos, ein riesiges Seitental mit richtigen Wegen und Gassen, gesäumt von hohen Felswänden und steil emporragenden Lehmsäulen. Voller Begeisterung lasse ich mich von dieser Hoodoo-City verzaubern und entführen.


Bisti Wilderness hoodoos Bisti Wilderness - Hoodoos, so weit das Auge reicht




Bisti Wilderness hoodoos
Bisti Wilderness - Chocolate Drops

Mit jedem Schritt gibt es Neues zu entdecken, ein phantastischer Aussichtspunkt folgt dem nächsten. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Seitentäler, angefüllt mit einzelnen Stücken oder ganzen Stämmen aus versteinertem Holz, das man an seiner leicht schimmernden braunroten Farbe leicht erkennen kann. Sogar die Sonne kommt jetzt endlich durch die Wolken und hilft mir dabei, die ganze Schönheit dieses einmaligen Felsenlabyrinths auch in Bildern festzuhalten.


Bisti Wilderness petrified wood

Bisti Wilderness - Petrified Wood

Erst als ich merke, wie spät es schon ist und wie gnadenlos heiß die Sonne jetzt vom Himmel brennt, entschließe ich mich schweren Herzens, an dieser Stelle meine Tour zu beenden und wieder umzukehren. Schließlich gibt es hier in dieser Felsenwildnis keinerlei Schatten und auch mein Wasservorrat geht langsam zur Neige. Zum Glück habe ich mir auf dem Hinweg all die vielen Orientierungspunkte gemerkt, so dass ich es jetzt viel leichter habe, wieder zurückzufinden. Neugierig wie ich nun mal bin, erforsche ich dabei gleich noch das Gelände nördlich meiner ursprünglichen Zugangsroute. Auch hier gibt es wieder viel zu entdecken, wie diesen kleinen Miniatursteinbogen aus schwarzem Lavagestein.


Bisti Wilderness arch

Natural Arch im Norden der Bisti Wilderness

Als ich schließlich wieder zurück bin bei meinem Auto und mir mit einem scharfen Messer die dicke Lehmschicht von den Schuhsohlen kratze, sehe ich, wie sich nicht weit entfernt am Himmel eine drohende Gewitterwand aufbaut. Ich habe also richtig Glück gehabt, dass ich rechtzeitig umgekehrt bin, denn in spätestens einer Stunde wird hier der nächste große Platzregen niedergehen. Und das mit den Wolken heute morgen war auch nicht schlecht. Denn sonst wäre ich wahrscheinlich nicht so weit in diese einsame Mondlandschaft hineingewandert. Und dann hätte ich auch meine wunderschöne und geheimnisvolle Hoodoo-City nicht entdeckt.


Bisti Wilderness Trailhead

Aufziehendes Sommergewitter am Bisti Trailhead

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