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Gila Cliff Dwellings


Gila Cliff Dwellings National Monument
Bei den Gila Cliff Dwellings handelt es sich um Felsenpueblos der Mogollon

Kurve um Kurve um Kurve windet sich nördlich von Silver City eine schmale Straße durch die endlosen Wälder des Gila National Forest. Ab und zu ein Kaninchen, das ganz erschreckt einen Satz zurück in den Wald macht, aber sonst gibt es reichlich wenig Abwechslung auf dieser Fahrt. Das Einzige, was meine Aufmerksamkeit erregt, ist eine schmale Rauchsäule weit unterhalb der Straße, mitten in diesem undurchdringlichen Dickicht aus dunklen Bäumen. Noch ganz klein, aber das kann sich ja schnell ändern. Also präge ich mir genau die Stelle ein und fahre dann weiter Richtung Gila Cliff Dwellings.

Der zuständige Ranger, dem ich gleich von meiner Beobachtung erzähle, bedankt sich für den Hinweis. Allerdings kennt er das Problem schon. Blitzschlag, meint er. Solange das Wetter einigermaßen ruhig ist, lassen wir es einfach brennen. Also gut. Dann kann ich ja beruhigt weiterfahren und mir die Cliff Dwellings anschauen. Deswegen bin ich ja eigentlich hier...


Gila Cliff Dwellings
Blick von den Cliff Dwellings auf den Gila National Forest

Beim Parkplatz angekommen, stelle ich erfreut fest, dass ich hier so früh am Morgen noch der einzige Besucher bin. Kein weiteres Fahrzeug weit und breit. Das ist vielleicht nicht schlecht! So etwas muss man natürlich sofort ausnutzen. Wer weiß, wie lange das so bleibt! Kurz das Permit ausgefüllt und hinter das Scheibenfenster gelegt, dann ein paar Schritte über die Brücke, und schon geht es auf einem schmalen Pfad durch den Wald bergauf. Irgendjemand ist aber doch noch hier! Jemand, der so früh am Morgen schon Holz hackt. Dieser Jemand scheint mich inzwischen auch schon entdeckt zu haben, denn auf einmal höre ich ein lautes, freundliches 'Ah, a tourist'. 'Yes, a tourist' antworte ich lachend. 'You are early' schallt es durch den Wald. 'I know' gebe ich schmunzelnd zurück. Und dann komme ich mit diesem Jemand, der sich beim Näherkommen als netter Parkranger entpuppt, ins Gespräch. Vielleicht weiß er ja ein paar interessante Dinge über den Wald hier, über diese großen Felsen, die Pflanzen, die Tiere.


Gila Cliff Dwellings trail
Schattiger Rastplatz unter einem Felsüberhang

Ein paar kurzweilige Plauderminuten mit dem Ranger, dann noch ein kurzes Stück durch den dichten Wald bergauf, und schon liegen sie vor mir, die Felsenpueblos der Mogollon. Wie abgelegen muss das früher hier gewesen sein! Hier in diesem riesigen und dichten Waldgebiet, weit entfernt von jeder anderen menschlichen Siedlung. Für eine Weile setze ich mich unter die Felsen und versuche mir vorzustellen, wie es damals wohl gewesen sein muss, hier zu leben. Drunten bei den beiden Flüssen die Felder, hier oben auf der sonnenbeschienenen Südseite der Felsen das Zuhause, gut geschützt vor Wind und Regen, vielleicht auch vor Feinden, mit einem weiten Blick hinüber zur anderen Canyonseite und hinunter ins Tal.


Gila ruins

Dann packt mich die Entdeckerlust und ich schaue mir das Innere dieser Höhlensiedlungen ein bisschen genauer an, aus Steinen geschickt in die Felsenöffnung gemauerte Wohnräume, dazwischen kleine Vorratskammern, Verbindungswege und Treppenaufgänge. Mit wieviel Mühe, Geschick und Sorgfalt das alles angelegt wurde!


Gila Cliff Dwellings
Die Gila Cliff Dwellings schmiegen sich wie Adlerhorste in die Felsnischen

Schade, dass man nicht einfach für ein paar Tage zurückkehren kann in diese Zeit. Das wäre vielleicht interessant, wenn man einfach von dort drüben im Wald zuschauen könnte, was die Menschen hier den ganzen Tag so machen. Womit sie sich beschäftigen, was sie reden, was für Gedanken und Sorgen sie haben. Na, und noch besser wäre es, wenn man einfach einmal für ein paar Tage zusammen mit ihnen leben könnte. Mit ihnen sprechen und mit ihnen auf die Jagd gehen oder hinunter zu den Feldern, um Unkraut zu jäten oder die reifen Maiskolben zu ernten. Ihre Kleidung zu tragen, Spielzeug für die Kinder zu basteln, auszuprobieren, wie ihr Essen schmeckt und wie es sich nachts schläft hier oben in den Höhlen.


Gila Cliff Dwellings

Wirklich schade, dass so etwas nicht möglich ist. Aber habe ich da nicht eben ein paar laute Stimmen gehört? Das sind bestimmt schon die nächsten Besucher. Und hier an den Felsen ist es jetzt sowieso schon zu heiß. Die richtige Zeit zu gehen also. Dort drunten an der schönen Lichtung werde ich jetzt erstmal ein gutes Picknick machen und später am Nachmittag dann übergehen zu meinem Tagesordnungspunkt Nummer Zwei, einer Wanderung entlang dem Gila River.


Gila Wilderness
Backpacker auf dem Weg in die Gila Wilderness

Gleich zwei schöne Bachläufe gibt es hier in der Nähe der Felsklippenpueblos, beide auch als schöne Wanderwege geeignet. Ich muss mich also irgendwie entscheiden. Direkt unterhalb der Cliff Dwellings beginnt die Wanderung entlang der West Fork des Gila River, etwas weiter entfernt, nämlich oberhalb des Visitor Center, liegt der Trailhead für die Wanderung durch die Middle Fork. Da die West Fork aufgrund ihrer Nähe zu den Ruinen stärker frequentiert ist, entschließe ich mich kurzerhand, den anderen Trail zu gehen.


Middle Fork of Gila River Trail
Middle Fork of Gila River Trail

Gleich am Eingang des Tals kommt schon die erste Furt. Ich bleibe stehen, überlege, und dann ziehe ich meine Schuhe aus, um durchs kalte Wasser zu waten. Tut das gut bei dieser Hitze! Auf der anderen Seite die Socken und die Schuhe wieder angezogen, und weiter geht's, zunächst durch offenes Wiesengelände, später dann hinein in einen Canyon, dessen Felswände allmählich immer dichter zusammenrücken. Hier gibt es endlich auch ein bisschen Schatten, nicht viel zwar, aber immerhin. Und schon bin ich bei der nächsten Wasserstelle. Diesmal beschließe ich, die Schuhe anzulassen. Erstens kann man mit Schuhen besser durch das Flussbett waten, zweitens sind das meine Wasser-Schnee-und-Desert-Boots, von denen ich weiß, dass sie nachher ziemlich schnell wieder trocknen werden, und drittens bleiben so die Füße länger nass und kühl. Vielleicht hilft das ja gegen Überhitzung, wer weiß :-))


Gila river hot springs
Gila River Hot Springs

Und das hier? Das sind bestimmt die heißen Quellen, von denen ich gelesen habe. Wie seltsam gelb und blaugrün das Wasser in diesen flachen Tümpeln gefärbt ist. Wahrscheinlich sind das Algen, die hier im warmen Wasser gedeihen. Mal sehen, ob man in diesen schönen Pools auch baden kann. Uups, ist das aber heiß! Da verbrennt man sich ja fast die Füße!

Zum Glück gibt es gleich dahinter wieder eine tiefe Furt, in der man sich abkühlen kann, dann noch eine, noch eine und noch eine. Richtig Spaß macht das hier. Die perfekte Sommerwanderung! Jetzt noch eine kurze Siesta im Schatten unter diesen hohen Bäumen, und dann muss ich leider wieder zurück. Zurück zum Trailhead, zu meinem Auto, und dann wieder die ganzen vielen Kurven durch den Gila National Forest zurück nach Silver City und von dort weiter Richtung Norden, zur Blue Range Wilderness, in der ich heute übernachten will...







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