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Fantasy Canyon

Was für eine unwirkliche, einsame Landschaft. Nichts als graue, braune und dunkelrote Hügel, dazwischen ein paar alte, halbverfallene Minenschächte mit der Aufschrift 'No trespassing' oder 'Danger'. Seit über hundert Jahren wird hier die Erde umgewühlt auf der Suche nach Gold, Erdöl und anderen Bodenschätzen. Bis heute hat sich nichts daran geändert, nur die Technik ist etwas moderner geworden. Zwischen großen Fördertürmen und eingezäunten Lagerstätten ein Gewirr von Dirt Roads, in dem man sich als Unkundiger heillos verirren kann.


Badlands im nördlichen Utah
Farbenprächtige Badlands im nördlichen Utah

Was die Gegend noch abweisender macht, ist die Tatsache, dass es schon zwei Tage lang wolkenbruchartig geregnet hat. Auf der Fahrt von Colorado hierher nichts als endloser Dauerregen, der ganze Himmel düster und wolkenverhangen. Mittlerweile hat es zwar aufgehört, zu regnen, aber die Luft ist noch immer feucht, der Boden immer noch nass. Als wir auf einen der schmalen Nebenwege abbiegen, fängt der Wagen sofort an, unkontrolliert umherzuschlittern. Noch nie zuvor haben wir so etwas erlebt. Wie Schmierseife ist das! Das sind also die berüchtigten Lehmpisten, von denen wir schon so oft gelesen haben.

Zum Glück war dies die falsche Abzweigung. Und zum Glück sind die Wege, die Richtung Fantasy Canyon führen, nicht so aufgeweicht und rutschig. Das größte Problem, auf das wir unterwegs treffen, ist ein breiter Wash oder besser gesagt ein breiter, reißender Bach, der quer über die Straße verläuft. Keine Ahnung, wie tief der ist. Aber einen anderen Weg gibt es nicht. Also Augen zu und durch.


Fantasy Canyon
Trailhead am Eingang zum Fantasy Canyon

Staubig und mit Dreck verspritzt parken wir das Fahrzeug schließlich am Eingang zum Fantasy Canyon. Kein Mensch weit und breit! Na prima! Dann werden wir direkt hier unser Zelt aufbauen und übernachten. Vielleicht kommt ja heute abend oder morgen früh doch noch die Sonne raus, damit wir ein paar schöne Fotos machen können und die Fahrt hierher nicht ganz umsonst war.


Fantasy Canyon

Und tatsächlich! Der Himmel meint es gut mit uns. Gerade als wir mit Zeltaufbauen und Abendessen fertig sind, reißt im Westen eine Wolkenlücke auf. Und schon sieht alles ganz anders aus. In warme Farben getaucht, lockt dort drüben der Eingang zum Fantasy Canyon, eine kleine, in sich geschlossene Welt, in der die Fabelwesen herrschen - Geister, Gnome, Zwerge, verwunschene Prinzen, Kobolde und Drachen. Direkt am Eingang Agadorix, der versteinerte Zauberer mit der langen Hakennase, der über diese Märchenlandschaft wacht und gleich daneben Miragora, sein stupsnasiger Zauberlehrling. Dahinter ein kleines, aber einzigartiges Labyrinth aus tief eingegrabenen Washes, angefüllt mit riesigen korallenähnlichen Skulpturen, bizarren Felstürmen, Fantasiefiguren...


Fantasy Canyon              Fantasy Canyon
Kunstvolle Lehmskulpturen krönen die Flanken des Fantasy Canyon

Fantasy Canyon
Out in the Utah desert...

Mitten in der Nacht werde ich wach. Ein Geräusch hat mich geweckt. Da ist es wieder. Ein dumpfes, durchdringendes Geräusch, das richtig weh tut, so, als würde jemand ein tiefes Loch in die Erde bohren. Die Erde, auf der ich schlafe und die jetzt dröhnt, zittert und bebt. Immer wieder dieses durchdringende, bohrende Geräusch, dazwischen kurze Pausen, in denen wieder alles ruhig und still ist. Ich schlüpfe aus dem Schlafsack, verlasse das Zelt. Eine wunderschöne Nacht, der Vollmond steht groß und leuchtend oben am Himmel, direkt vor mir die dunklen Felskonturen der Geisterwesen. Drüben im Westen weit in der Ferne ein Leuchten. Von dort kommt auch das Geräusch. Ein Ölförderturm muss das sein. Mitten in der Nacht wird hier gebohrt, wer weiß, wie tief, wieviele tausend Meter, mitten ins Herz der Erde...


Fantasy Canyon
Sonnenuntergang am Fantasy Canyon

Während ich dastehe und gedankenverloren in die Nacht auf dieses ferne Licht schaue, kommt mir wieder die Geschichte in den Sinn, die ich am Tag zuvor gelesen habe. Die Geschichte des Indianers Chief Red Moose. Seine Erzählung über die Entstehung des Fantasy Canyon ...

    Die Legende des Fantasy Canyon, erzählt von Chief Red Moose







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